Wie ist die SE-Fortbildung aufgebaut?

Wir sind aus Erfahrung überzeugte Befürworter für ein kohärentes SE-Training "aus einer Hand", um mit engagierter Kontinuität und einheitlichem didaktischen Konzept hohe Lernerfolge zu erzeugen. Uns liegt die Verbindlichkeit seitens der Trainerin und des Teams für die Teilnehmer am Herzen, was wesentlich ist für eine somatisch orientierte Traumaweiterbildung mit hohen Selbsterfahrungsanteilen.

 

Unsere Weiterbildungen richten sich an Angehörige der Heilberufe wie Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Körpertherapeuten, Heilpraktiker, Geburtshelfer und spezialisierte Krankenpflegekräfte. Auch beratende Berufsgruppen wie Coaches, Sozial- und Heilpädagogen, Seelsorger, Lebensberater und Erzieher können diese Inhalte in ihre Arbeit gut integrieren.


Zertifizierung als Somatic Experiencing Practitioner (SEP)®

Nach Erfüllung aller Anforderungen erhält der/die TeilnehmerIn das Zertifikat als "Somatic Experiencing- Practitioner (SEP)®" ausgestellt durch den Europäischen SE-Verband (EASE)



SE-INTRO®

(Einführungsworkshop)

 

Der 2-tägige Workshop dient zur Einführung in die Methode SE und ist Voraussetzung für die Teilnahme am 3-jährigen SE-Training.

 

Zudem sind diese 2 Tage eine gute Gelegenheit, die Trainerin kennenzulernen.

SE-Training®

6 Module à 6 Tagen

 

Das 3-järige Training besteht aus 3 einzeln buchbaren Jahresabschnitten mit jeweils 2 Kursen

  • Beginner-Stufe 1+2
  • Intermediate-Stufe 1+2
  • Advanced-Stufe 1+2

Begleitend zum Training ist laut SE-Studienbuch (s. unten) eine bestimmte Anzahl an Einzel- und Supervisions-Stunden während der 3 Jahre vorgesehen.

 

2018 starten wir ein SE-Training im Raum Nürnberg.

SE-Postadvanced®

Themen-Workshops

 

Nach Trainingsabschluss stehen den Absolventen unsere Postadvanced-Kurse zur Verfügung, in denen spezielle Themen aus SE-Sicht vertieft werden, wie z.B.

  • SE und Augenarbeit
  • SE-Bodywork Vertiefung
  • SE & Ego State Therapie
  • SE & Burnout
  • SE & Psychopharmaka

 



Inhalte des SE-Intros

Theoretische Vermittlung

  • Trauma im Sinne von Somatic Experiencing
  • Ursachen und Symptome von Stress, Schock und Trauma
  • Bedeutung und Funktion des autonomen Nervensystems

Praxis zur Anwendung von SE

  • In Live- oder Video-Demos: Demonstration der wesentlichen SE–Arbeitsprinzipien
  • Praktische Anwendung der wichtigsten SE-Techniken in kurzen Übungssequenzen
  • Üben in Kleingruppen: Die Übungen ermöglichen es den Teilnehmer/Innen, die Methode in ersten Schritten zu erleben und auch anzuwenden. 

Curriculum des 3-jährigen SE-Trainings

1. Jahr (Beginner-Stufe): Grundlegende Begriffe des SE

• Funktionen des Nervensystems

• Erkennen von Signalen und Zeichen in Körper und Nervensystem

• Vermittlung grundlegender SE-Techniken

• SE-Übungen für Erdung, Abgrenzung und Containment sowie zur Selbstregulation

• Orientierungs- und Verteidigungsreaktionen

• Arbeit mit SIBAM: Sensation (Empfindung), Impression (Sinneseindrücke),

Behavior (Verhalten), Affect (Affekte und Gefühle), Meaning (Bedeutung)

• Kopplungsdynamiken bei Traumata (Über- und Unterkopplung)

• Arbeit mit Fight, Flight und Freeze (Kampf, Flucht und Immobilität)

• Arbeit mit Ressourcen

• Arbeit mit Symptomen

• Erste Hilfe und Verhinderung von Retraumatisierung

 

2. Jahr (Intermediate-Stufe): Präsentation der verschiedenen

Kategorien von Traumata und der spezifischen Intervention bei

• Globaler Hoher Aktivierung (frühe Traumata, Fieber, Ertrinken ...)

• Unvermeidbarer Angriff (generell, Vergewaltigung, Gewalt, Überfälle ...)

• Körperliche Verletzungen (Operationen, Anästhesie, Verbrennungen ...)

• High Impact – starker Aufprall (Unfälle, Stürze, Kopfverletzungen ...)

• Emotionales Trauma (generell, Verlust, Vernachlässigung, Verlassen werden ...)

• Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Feuer, soz. Veränderungen ...)

• Horror (Folter, ritueller Missbrauch, Konzentrationslager ...)

• Unterscheidung zwischen Schock-Trauma und Entwicklungstrauma

 

3. Jahr (Advanced-Stufe)

• Aufbauend auf der horizontalen Arbeit, vertikale Techniken anwenden lernen

• Neurophysiologie (u.a. Polyvagales System)

• Arbeit mit Syndromen (chron. Müdigkeit, Fibromyalgie, Asthma, Migräne ...)

• Arbeit mit den Augen

• SE-Körperarbeit: Theorie und Anwendung in der Praxis

• Arbeit mit Kohärenz

 

Die Reihenfolge einzelner Themen kann je nach Einschätzung des Trainers variieren.

 

Methoden

Theorieunterricht, praktische Demonstrationen, Sequenzen von Selbsterfahrung, supervidierte Übungsgruppen, Partnerarbeit, Supervision und Anleitung für Peergruppen zwischen den Modulen

Durch den Einsatz mehrerer AssistentInnen aus unterschiedlichen Grundberufen erfolgt eine intensive und berufsbezogene Unterstützung und Supervision bei allen Übungssequenzen.


SE-Studienbuch

Das Studienbuch enthält wichtige Hinweise zum SE-Training und dient der Dokumentation der Fortbildung ( der Trainingsmodule und Selbsterfahrungs-/Supervisionenstunden). Angemeldete TeilnehmerInnen erhalten dieses Studienbuch vorab per Email zugesandt.

Download
SE-Studienbuch (gemäß Richtlinien des SE Vereins Dtld. und EASE)
2017_Studienbuch_Training NBG1.pdf
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Wiederholer & Wiedereinsteiger

 SE-Studenten, die nach Abschluss eines Levels pausieren und in ein späteres Training wieder einsteigen oder einen Kurs zum 1/2 Preis wiederholen möchten, können sich für das jeweilige Segment einzeln beim INT anmelden. 


Unsere offenen Workshops für Nicht-SE'ler

Neben unseren SE-Fortbildungen finden Sie bei uns auch Veranstaltungen und Workshops, die für alle anderen therapeutischen Berufsgruppen, beratenden und helfenden Berufe sowie für neugierige Quereinsteiger offen sind.


Sie haben weitere Fragen?

Wir sind dienstags und donnerstags von 09.30-15.30 Uhr im INT-Büro telefonisch erreichbar. An den anderen Tagen beantworten wir Ihre Emails, sobald es uns möglich ist.